Vereinsgeschichte


Gründung und Anfangsjahre des Reitervereins Bad Kissingen:

Der Geburtsort des Reitervereins Bad Kissingen ist im Jahr 1926 der Tattersall. Dieser war auch bis 1987 das Zuhause der Bad Kissinger Reiter.

Schon in den Anfangsjahren machte sich der Verein mit großen Reiterfesten auf sich aufmerksam. Bis zu 15.000 Besucher kamen in Sonderzügen in die Kurstadt, um die groß angelegten Reiterspiele von Quadrillentänzen bis hin zu Pferdefußball zu sehen.

 

Der zweite Weltkrieg:

Auch wenn die Entwicklung des Reitervereins zunächst vielversprechend begann, brachte der zweite Weltkrieg einen Schnitt: Die Vereinspferde wurden von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und die deutsche Wehrmacht nutzte den Tattersall als Treibstofflager für die Armee. 1945 nahm die 9. US-Luftflotte den Tattersall ein. Ein Jahr später wurde er wieder von der amerikanischen Militärpolizei freigegeben und die "alte Tattersall-Mannschaft" brachte den Reitbetrieb wieder langsam auf Trab.

 

Erneuter Aufschwung ab den 50ern:

Um den Reitbetrieb weiter auszubauen, wurde das Reitwegenetz um Bad Kissingen erweitert und es fanden wieder zahlreiche Turniere statt. Einen Einschnitt gab es jedoch, da die Stadtverwaltung den Luitpoltpark ab 1954 nicht mehr als Turnierplatz zur Verfügung stellte. Zwischen 1961 und 1966 organisierte der Bad Kissinger Reiterverein aber wieder große Turniere, an denen die gesamte deutsche Reiterelite teilnahm. Im Jahr 1966 stieg die Stadt Bad Kissingen als Mitveranstalter der Reitevents aus. Steitdem richten wir als Reiterverein alle Turniere in Eigenregie aus.

 

Ende der Ära Tattersall:

Da der Tattersall wegen vieler neuer Impulse im Verein, wie Faschingsreiten oder Rallyes, bald aus allen Nähten platzte, begann die Suche nach einer neuen Bleibe. 1987 wurden wir fündig und haben seitdem in der Oberen Saline zwischen Bad Kissingen und dem Stadtteil Hausen unsere Reitanlage. Nach über 70 Jahren ging die Ära Tattersall somit zu Ende.